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#13
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Der Literaturwissenschaftler Ernst
Beutler, der das Museum betreute, mobilisierte 1947 – zwei Jahre vor Goethes 200. Geburtstag – die geistige Elite Deutschlands und bat sie, seinen Aufruf zum Wiederaufbau zu unterstutzen. Hermann Hesse, im Jahr zuvor mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, schrieb: „Soll man rekonstruieren? Ich muss die Frage ruckhaltlos bejahen.“ Der Dichter Hans Carossa, der Romanist Ernst Robert Curtius, der Physiker Max Planck, der Philosoph Karl Jaspers – sie und andere Prominente waren derselben Meinung. Aber der Deutsche Werkbund, eine einflussreiche Vereinigung von Kunstlern, Architekten und Unternehmern, organisierte eine eigene Umfrage unter deutschen Intellektuellen, die sich der Moderne verpflichtet glaubten – und fand durchweg Ablehnung. „Bei Dingen, die Reliquienwert haben“, konne „niemals ein Faksimile das Original ersetzen“, sagte der Kunsthistoriker Richard Hamann. Ein Standpunkt, der unter sehr konsequenten Denkmalpflegern bis heute vertreten wird. Der prominente Publizist Walter Dirks argumentierte hingegen dialektisch: „Ware das Volk der Dichter und Denker (und mit ihm Europa) nicht vom Geiste Goethes abgefallen, vom Geist des Ma?es und der Menschlichkeit, so hatte es diesen
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Снова светит солнце, снова светится душа, и пасмурно не будет больше никогда!!! |