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#11
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Mein Vaterhaus
Dort, am fernen Wolgastrome steht mein deutsches Vaterhaus, wo als Kind ich einst gewohnet, geh'n jetzt Fremde ein und aus. Meine Wiege stand geborgen in dem Haus am Wolgastrand. Mutter trug allein die Sorgen, seitdem Vater war verbannt. Jede Stube, jedes Guckloch in dem Haus war mir bekannt. Auf dem Hof durch manches Schlupfloch bin ich oftmals durchgerannt. Es rauscht und stromt in Ru?lands Weiten Ru?land du hast viel geseh'n. Uns Wolgadeutsche lie? man schreiten und wortlos dann untergehn. Doch dann kam der Tag des Jammers und man trieb vom Haus uns fort. Jede Wand, Stub' und Kammer ku?t ich weinend, ohne Wort. Als wir aus dem Tore zogen schaut ich mich noch einmal um. Hob ein Stein vom Heimatboden, pre?te ihn an meinen Mund, traurig gingen wir die Stra?en unsrer Heimatstadt entlang. |